Wie ihr auch B2C in Salesforce abbildet

Marco Zander

4 min read

An wen richtet sich dieser Beitrag?

An alle, die wissen wollen, wie sie B2C in Salesforce abbilden können. Denn immer wieder erleben wir eine der beiden Situationen:

  • Ein:e Kund:in hat bereits einen eCommerce-Shop für das B2C-Geschäft und will jetzt auch Salesforce verwenden.
  • Der:die Kund:in nutzt bereits Salesforce für den B2B-Markt und will sein:ihr Geschäft jetzt auch auf den B2C-Markt erweitern. Das geschieht dann meistens mit einem Online-Shop.

Unserer Erfahrung nach kommt es dabei oft zu ähnlichen Fragen und Fehlern. In diesem Beitrag erklären wir euch daher: Erstens, was es zu beachten gilt, wenn ihr Salesforce für das B2C-Geschäft benutzen wollt. Und zweitens wie ihr das aus unserer Sicht richtig macht. Außerdem schon einmal vorab: Wir denken, die effizienteste und sicherste Lösung ist in den oben beschriebenen Fällen, alle Finanzdokumente automatisiert aus Salesforce zu verschicken. Wie das möglich ist, stelle ich euch in diesem Beitrag vor.

Dabei richtet sich dieser Beitrag vor allem an Unternehmen, die bereits mit sevDesk als Buchhaltungssoftware arbeiten oder es vorhaben. Aber auch für alle anderen Salesforce-Interessierten kann der Beitrag interessant sein.

Was sind häufige Fehler dabei?

Zunächst spricht nichts dagegen, einfach getrennt:

  • B2C-Dokumente über den Online-Shop (bspw. Shopify) und
  • B2B-Dokumente via Salesforce zu verschicken.

Oft müssen aber Informationen zwischen den beiden Systemen ausgetauscht werden. Und dabei kommt es dann häufig zu den folgenden beiden Fehlern:

Fehler 1
Salesforce hält den Bruttopreis für den Nettopreis.

Fehler 2
Es kommt zu Berechnungsfehlern, sodass Preise nicht Endkunden-gerecht ausgegeben werden.

Wie kommt es zu den Fehlern?

Hintergrund ist eine unterschiedliche Annahme:
Der B2C-orientierten Shop übergibt einen Betrag. Das ist selbstverständlich der Bruttopreis für ihn. Das B2B-orientierte CRM übernimmt einen Betrag – selbstverständlich als Nettopreis.

Fehler 1 entsteht also, weil euer eCommerce-Shop den Bruttopreis an Salesforce übergibt und das CRM, bzw. das Standard-Objekt “Auftrag”, ihn für einen Nettobetrag hält. Oft sehen wir, dass man das zu umgehen versucht, indem man zwar weiterhin den Bruttobetrag übernimmt, ihn dann aber auf den Nettobetrag umrechnet, um ihn dann später wieder als Bruttobetrag auszugeben. Das führt fast unumgänglich zu Ungenauigkeiten und Berechnungsfehlern – also zu Fehler 2.  

Was ist die bessere Lösung?

Unserer Ansicht ist es daher nicht nur einfach sauberer sowohl B2B als auch B2C in einem System abzudecken, sondern auch schneller, weniger fehleranfällig und möglich. In Salesforce wissen wir sogar noch wie.

Wir denken, dass die eleganteste Lösung 📖🎉👯‍♀️ B2C-Preisbücher  👯‍♂️🎉📖 sind.

Falls ihr euch jetzt fragt: Wie kann das sein? Wie funktioniert das nochmal mit den Preisbüchern, dass sie die Lösung sein können? Dann folgen jetzt noch ein paar Zusatzinfos. Die könnt ihr aber auch leicht überspringen.  

Hintergrundinformationen: Wie funktioniert das nochmal mit den Preisbüchern in Salesforce?

In der Salesforce Umgebung schafft ein Preisbucheintrag die Verbindung zwischen einem Produkt und einem Preisbuch.

Das klassische Beispiel ist, dass ein Unternehmen in verschiedenen Ländern verschieden Preisbücher hat, um dort die gleichen Produkte zu verkaufen:

Produkte

  • iPhone 13
  • Pixel 6
  • Galaxy S21

Preisbücher

  • Deutschland
  • Griechenland
  • Portugal

Preisbucheinträge

  • Preisbuch Deutschland → Produkt iPhone 13 → Listenpreis 849,00 €
  • Preisbuch Griechenland → Produkt iPhone 13 → Listenpreis 921,00 €
  • Preisbuch Portugal → Produkt Pixel 6 → Listenpreis 649,00 €  

Der Vertriebsmitarbeiter muss dann nur noch das passende Preisbuch auswählen und schon ist klar, welcher Preis für das jeweilige Produkt ausgewählt wird. In eurem Fall ein B2C-Preisbuch. Oder ihr erstellt einen Prozess, der für jeden Auftrag aus eurem Webshop automatisch das B2C-Preisbuch auswählt.

Wie alle Finanzdokumente (B2B & B2C) aus Salesforce verschicken?

Wir haben uns diese Logik zunutze gemacht, um B2C-Preisbücher zu erstellen: Nach dem Installieren und Konfigurieren unserer sevDesk for Salesforce Integration habt ihr beim Erstellen eines Preisbuchs ganz einfach die Möglichkeit, ein B2C-Preisbuch auszuwählen.

Hier noch unser Installationsguide mit Video.

Dann nur noch die folgenden Schritte:

  • Navigiert einfach zu euren Preisbüchern.
  • Klickt auf “Neu”.
  • Erstellt ein B2C-Preisbuch indem ihr die Checkbox “Ist Brutto” auswählt.
  • Gebt ihm außerdem einen Namen und wählt “aktiv” aus, wenn ihr das Preisbuch nutzen wollt.
  • Erstellt dann nur noch eure Produkte im Preisbuch und wählt die Listenpreise aus, wie ihr das gewohnt seid.

Wenn ihr dann dieses Preisbuch auswählt, dann wird der Bruttobetrag, der von eurem eCommerce-Shop übergeben wird, auch als Bruttobetrag von Salesforce aufgenommen. Für B2B-Kunden, bei denen bspw. die Nettobeträge im Vordergrund stehen, erstellt ihr einfach ein Preisbuch, ohne die Checkbox “Ist Brutto” auszuwählen.  

Fazit: alles in einem System

Wir denken, wenn ihr Salesforce auch für den B2C-Markt nutzen wollt, dann arbeitet ihr am besten mit B2C-Preisbüchern, um so Fehler zu vermeiden und alle Daten kompakt (und für Auswertungen bestens geeignet) in einem System zu haben. Wir empfehlen dazu unsere sevDesk for Salesforce Applikation zu verwenden.

Du hast noch Fragen? Dann kontaktiert uns einfach. Hier gibt es außerdem mehr Informationen zu

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