Gesundheit im Homeoffice

…oder auch warum Sie im Homeoffice vermehrt auf Ihre Gesundheit achten sollten.

Wenn man nicht explizit darauf Acht gibt, kann Arbeiten im Homeoffice schnell ungesund werden. Denn die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben kann sehr leicht verschwimmen. Das Risiko, dass Ihre Erholungsphasen schwinden, wird somit höher.

Jeder kennt das, man hat ab und zu Tage, da ist man so in seine Arbeit vertieft, dass man vergisst seinen menschlichen Bedürfnissen nachzukommen. Ich habe anfangs oft den Fehler gemacht, mich so sehr in meine Arbeit hinein zu steigern, dass ich vergaß zu essen oder zu trinken. Ich wurde im Laufe des Tages immer launischer und war zum Ende hin so grantig, dass ich selbst nicht verstanden habe, was eigentlich mein Problem war – dabei war ich einfach nur dehydriert, unterzuckert und übermüdet.

Selbst mit Kind habe ich mir nicht die Zeit genommen, mich um meine eigenen Bedürfnisse zu kümmern, sondern nur um die meiner Familie.

Planen Sie Ihre Pausen ein und nutzen Sie diese zum Entspannen

Vor Allem für diejenigen, die tageweise Homeoffice machen, kann es zu einer großen Herausforderung werden bei der Sache zu bleiben. Denn wer nutzt einen Tag zuhause nicht gerne, um auszuschlafen oder zwischendurch vielleicht ein paar lästige Hausarbeiten zu erledigen, wie Wäsche waschen und Bad putzen, um mehr Zeit am Wochenende zum Entspannen zu haben?!

Nun, ich kann Ihnen eins sagen. Es funktioniert nicht, und wenn, dann hat es einen Preis. Sollten Sie damit anfangen, Ihre Pausen dazu zu nutzen, mal schnell eine Ladung Wäsche zu machen etc., werden Sie nach nur wenigen Tagen ziemlich schnell ausgelaugt sein.
Diesen Fehler habe ich am Anfang meiner Homeoffice Zeit nämlich selber begangen. Ich war ständig übermüdet und schlecht gelaunt, warum? Weil ich meine Pausen nicht als solche genutzt habe.

Entwickeln Sie eine Routine. Sie können und sollten Ihre Pausen von Anfang an einplanen und diese mit Ihrer Familie kommunizieren. Es muss jedem klar sein, dass nur weil Sie gerade daheim sind und sich kurz in der Küche vielleicht einen Kaffee machen wollen, Sie keine Zeit haben, alle zu bespaßen oder im Haushalt auszuhelfen. Auch das habe ich auf die harte Tour gelernt.

Pausen sind dazu da, kurz abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen. Wenn Sie Familie haben, und zwischendurch Zeit sein sollte, gehen Sie doch kurz für 15 Minuten raus und schauen Ihren Kindern beim Spielen zu. Jagen Sie Ihre Kids eine Runde durch den Garten, oder unterhalten Sie sich bei einem Tee 5 Minuten mit Ihrem Partner. Das stärkt nicht nur Ihren Familienzusammenhalt, sondern hilft Ihnen auch dabei eine gesunde Arbeitsweise zu entwickeln.
Sollten Sie sich doch dazu entscheiden neben der Arbeit auch noch Hausarbeit zu machen, so sollten Sie darauf achten dennoch richtige Pausen einzulegen. Das wird zwar Ihren Tag in die Länge ziehen, aber Sie kriegen mehr erledigt und haben danach ein gutes Gefühl, viel erreicht zu haben.

Digitale Erinnerungen

Ergonomie ist nicht nur am Arbeitsplatz wichtig sondern auch zuhause. Kopfarbeiter verbringen den Großteil ihres Tages im Sitzen; angefangen beim Frühstück, auf dem Weg zur Arbeit im Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, bis hin zum Bürojob und der Couch am Abend. Wenn der Arbeitsweg wegfällt, sitzen wir wortwörtlich daheim fest.
Idealerweise sollten Sie versuchen einmal am Tag raus zu kommen. Gehen Sie zu Fuß einkaufen oder radeln Sie, statt das Auto zu nehmen. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft lässt Ihren Stresslevel sinken, bringt Sie auf andere Gedanken und verbessert Ihre Konzentration. Versuchen Sie in Ihren Arbeitstag Sitzunterbrechungen einzubauen. Verrichten Sie Telefonate im Stehen oder gehen Sie dabei in der Wohnung auf und ab. Wenn Sie einen Stehtisch haben, nutzen Sie die Gelegenheit und bauen Sie ein paar Ausgleichsübungen, wie Beine ausschütteln, Fußgelenke kreisen lassen oder in den Zehenstand gehen und wippen, mit ein. Kreisen und dehnen Sie im Sitzen Ihren Nacken, um Ihre Nackenmuskulatur zu lockern. Augenübungen fördern nicht nur Ihre Konzentration, sondern helfen Ihnen dabei Kopfschmerzen und Verspannungen vorzubeugen.

Ich habe auf Slack für unser Team einen #healthy_work Channel eingerichtet und einen interaktiven Workflow erstellt. Dieser schickt alle 1,5 Stunden eine Benachrichtigung an alle Mitglieder, die sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern, ihren menschlichen Grundbedürfnissen nachzugehen. Dazu zählen trinken, essen, aufstehen, Zimmer lüften oder auch mal die Katze streicheln.

Homeoffice macht einsam

Wenn Sie alleine wohnen, und es nicht gewöhnt sind dezentral von zuhause aus zu arbeiten, kann ihr Leben in Isolation ziemlich schnell einsam werden. Treffen Sie sich doch auf einen virtuellen Kaffee mit Ihren Homeoffice-Kollegen. Planen Sie öfters wöchentliche Meetings mit Ihrem Team, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und den Touch nicht zu verlieren. Unsere Entwicklerteams arbeiten oft auf Dauerschleife miteinander. Sprich, sie rufen sich gegenseitig an und bleiben in der Leitung, wenn Sie an gemeinsamen Projekten arbeiten. Das stärkt die Arbeitsmoral, motiviert und hilft dabei nicht zu vereinsamen.

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